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Die Erholung des Great Barrier Reef

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Das größte Korallenriff und Ökosystem der Welt, das Great Barrier Reef in Australien, war nach dem heißen Sommer 2016/2017 in einem sehr schlechten Zustand. Viele Korallen litten an der Korallenbleiche, weshalb Millionen von ihnen sterben mussten. 2016 war der nördliche Teil des Riffes besonders stark betroffen.

2017 erkannte man auch schwere Schäden im nördlichen Teil.

Nun wird langsam wieder aufgeatmet, denn das Great Barrier Reef scheint sich zu erholen und an manchen Stellen sogar zu wachsen.

Was ist die Korallenbleiche und woher kommt sie?

Korallen sind empfindliche Organismen, die schon von einem kleinen Temperaturanstieg und geringen Wasser Verschlechterungen gestresst werden.

Korallen leben in Symbiose mit Zooxanthellen, einzelligen Algen, wodurch sie ihre prächtigen Farben erhalten. Wird das Wasser nun zum Beispiel zu warm, wie beim Great Barrier Reef, stoßen die Korallen die Algen ab und können sich nicht mehr ernähren. Dies kann bei den betroffenen Korallen vom Verblassen ihrer Farben bis hin zum Tod führen.

Aussicht auf Verbesserung

Da der letzte australische Sommer etwas kühler ausfiel, verbesserten sich die Lebensbedingungen der Korallenriffe. Die Korallen begannen die Algen wieder aufzunehmen, wodurch es den Korallen des Great Barrier Reefs möglich wurde sich von der Korallenbleiche zu erholen. Vor allem an den nördlich gelegenen Riffen, die am stärksten betroffen waren, ist die Verbesserung zu sehen.

An beliebten Tauchplätzen wurde von Touristen und von professionellen Tauchern beobachtet, dass die überlebenden Korallen wieder an Farben gewinnen und die Riffe teilweise sogar erneut beginnen zu wachsen.

Schutzmaßnahmen

Die australische Regierung entwarf bereits im September 2014 einen Rettungsplan. Durch verschiedene Maßnahmen des „Riff 2050 Langzeit-Nachhaltigkeitsplan“ soll das Great Barrier Reef bis 2050 besser geschützt sein.

Außerdem ist sie bereit dazu Milliarden von Euros in Rettung und Schutz des weltgrößten Riffs zu investieren.

2018 wurde damit begonnen, die ersten Lösungsansätze zu testen. Unter anderem die Idee, die Wolken mit Salzkristallen heller zu machen um Sonnenstrahlen zurück zureflektieren oder auch eine Ökomembran auf dem Wasser, die wie ein Segel vor Sonne schützen soll. Es gibt auch die Idee einer „Sonnencreme“ für Korallen.

Zu dem Plan gehören auch Verbote für verschiedene Baumaßnahmen.

Außerdem will die Regierung die gefährlichen Seesterne bekämpfen, die sich durch Korallen fressen.

Als Hauptproblem des Plans sehen Umweltorganisationen und die australische Akademie der Wissenschaftler das Nichtbeachten des Klimawandels, der Fischerei und der Küstenentwicklung. Außerdem gibt es keinen Lösungsansatz zum Verbessern der Wasserqualität.

Auch wenn die Erholung der Korallen vorerst sichtbar ist und die Bemühungen es zu retten groß sind, bleibt die Bedrohung für das das Great Barrier Reef groß, da die Auswirkungen des Klimawandels weiterhin steigende Temperaturen mit sich bringen.

Um das Great Barrier Reef langfristig gesund zu halten und mit ihm auch weltweit die Korallenriffe zu retten muss nachhaltig etwas am Klimawandel getan werden.

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